Am 4. – 6. Januar 2019 ist es wieder soweit. Suche dir einen Platz, von wo aus du gut beobachten kannst. Notiere von jeder Art die höchste Anzahl der Vögel, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen waren. Melden kannst du deine Beobachtungen postalisch, per Telefon und natürlich online beim NABU.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen die uns vertrauten und oft weit verbreiteten Vogelarten. Wo kommen Sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser kann sich der NABU für den Schutz der Vögel stark machen.

Wer gehört zu den Wintervögeln?

Werden bei der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai die in Deutschland brütenden Arten gesucht, stehen im Januar jene Piepmätze im Blickpunkt, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren. Neben den „Standvögeln“, die das ganze Jahr über bei uns bleiben, lassen sich zusätzliche Wintergäste beobachten, die aus dem noch kälteren Norden und Osten nach Mitteleuropa ziehen. Bei Nahrungsengpässen tauchen in manchen Wintern in riesiger Zahl auch Invasionsvögel wie Seidenschwanz, Erlenzeisig oder Bergfink auf.


Spatz

2019 kein Blick auf den Vogel des Jahres

Oft ist die Stunde der Wintervögel auch eine gute Gelegenheit, sich mit dem aktuellen Vogel des Jahres zu beschäftigen. 2019 kann dies aber bestenfalls anhand von Zufallsdaten sein, denn die von NABU und LBV gekürte Feldlerche ist ein Vogel der Offenlandschaft, der sich nur äußerst selten in einen Garten verirren wird. Selbst wenn also Feldlerchen im Rahmen der Stunde der Wintervögel beobachtet und gemeldet werden sollten: Eine Aussage über ihren Bestand kann so nicht zustande kommen.

Lerche

So hat alles begonnen

Winterliche Vogelbeobachtungsaktionen haben vor allem im angelsächsischen Bereich eine lange Tradition. Besonders erfolgreich ist der Big Garden Birdwatch, den unser britischer BirdLife-Partner RSPB bereits seit fast 40 Jahren durchführt (seit 1979) und an dem sich bis zu einer halben Million Vogelfreunde beteiligen.

Die „Stunde der Wintervögel“ wurde ursprünglich in der LBV-Kreisgruppe München entwickelt und 2006 erstmals durchgeführt. Der Erfolg der Aktion führte dann 2009 zu einer Ausdehnung auf ganz Bayern. Seit 2011 liefert die „Stunde der Wintervögel“ nun deutschlandweit Erkenntnisse über die Vogelwelt und vermittelt vielen Menschen Freude an der Naturbeobachtung.

Mache auch du mit! Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme an der „Stunde der Wintervögel“ nicht nötig.

Weitere Information findest du auf Nabu.de und wir hoffen du machst wieder mit.


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