Zwischen all den Fotos verschneiter Berge und weit entfernter Plätze, neuen Wanderrouten und Outdoortipps, muss ich hier doch auch mal ein gutes Wort für das nördlichste Bundesland, das wunderschöne Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, einlegen. Denn das Gute liegt doch meist wirklich nah. Hier oben bei uns gibt es unglaublich viele schöne Plätze, die jeden Naturfreund, Outdoorhelden und Landschaftsliebhaber begeistern. In nächster Zeit werde ich in einer kleinen Reihe hier auf dem Blog meine liebsten Plätze, die schönste Landschaften und die besten Wege vorstellen; und hoffentlich den ein oder anderen Leser für den echten Norden begeistern können.

Blaue Pforte – Die Wälder um Gut Emkendorf

Im zweiten Teil der Blogserie um das wunderschöne Schleswig-Holstein geht es heute um die Wälder im Naturpark Westensee, rund um das Gut Emkendorf. Das Gut liegt verkehrsgünstig zwischen der Landeshauptstadt Kiel und der Kreisstadt Rendsburg, auch von Flensburg oder Hamburg ist es gut zu erreichen. Rund um den Ort Emkendorf gibt es verschiedene Parkplätze, von denen unterschiedliche Wanderwege durch die Wälder führen.

Der schönste von allen beginnt aber an der Blauen Pforte. Und wer oder was ist nun die Blaue Pforte? Ja, es ist wirklich einfach nur eine Blaue Pforte. Ein Tor, blau angestrichen, abblätternde Farbe, dahinter ein kleines Waldstück. Aber die Blaue Pforte ist eben deshalb so bekannt, weil man dort auf dem Parkplatz gut parken kann und direkt auf den schönsten Wegen geht.


Die Wälder sind so unterschiedlich, das ist mir bisher noch nirgendwo anders aufgefallen. Der Bewuchs geht von dichten, dunklen Nadelbaumgebieten über große, freie Wiesen und Lichtungen über zu buschigen Laubbaumflächen oder kleinen, eingezäunten jungen Tannen. Abwechslung bieten auch die unterschiedlichen Höhen in den Wäldern, kleine und große Hügel sorgen für Anstiege und gute Aussichten. Mitten im Wald gibt es einen größeren Hügel, wir Norddeutsche würden es wohl schon Berg nennen, von dem man auf einen kleinen Waldsee und die umliegenden Bäche schaut. Besonders an einem Wintertag mit strahlendem Sonnenschein und Frost ist diese Aussicht fantastisch.


Da die Wälder so weitläufig sind, begegnet man kaum einer Menschenseele, selbst an sonnigen Tagen. Trotzdem waren wir nicht alleine im Wald, dort leben unglaubliche viele Vögel, Hasen und vor allem eine riesengroße Hirschfamilie mit an die dreißig Mitgliedern. Ich wunderte mich schon, weswegen der Hund plötzlich so aufmerksam lief und da sah ich die Tiere dann auch. In einem dunklen Tannenwäldchen versteckten sie sich. Selbst im städtischen Tiergehege habe ich noch nicht so viele Rehe und Hirsche auf einem Fleck gesehen. Es war wirklich beeindruckend.

Gut zu Fuß sollte man in den Wäldern ebenfalls sein: Es liegen noch immer viele umgestürzte Bäume von den Stürmen der letzten Monate auf den Wegen. Außerdem kann man sich in den Wäldern leicht verlaufen, hinter jeder Kurve versteckt sich eine neue interessante Ecke, es gibt so viele verschiedene Wege und Abzweigungen – für Menschen wie mich, die gerne Runden laufen, ist das ganz schön anspruchsvoll und man sollte einen guten Orientierungssinn haben.

Beim nächsten Mal erkunde ich den Wald mit dem Mountainbike, denn auch dafür eignet sich die Gegend hervorragend. Die Wege sind fest und breit genug, es gibt genug Steigungen und Abfahrten und die Wege sind überschaubar, sodass man Kurven, Abzweigungen oder andere Hindernisse schnell sieht.

An Tagen, an denen es vorher viel geregnet hat, macht das Biken dort sicher viel Spaß, wenn der Dreck spritzt und die Wege ordentlich matschig und weich sind. Aber das ist demnächst vielleicht mal ein eigenes Thema für einen neuen Blogbeitrag.

 

 

 




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