Definition:

Prepper (abgeleitet von englisch: Preparedness, „Bereitschaft“) bezeichnet Personen, die sich mittels individueller Maßnahmen auf jedwede Art von Katastrophe vorbereiten: durch Einlagerung von Lebensmittelvorräten, die Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeug, Waffen und anderem.

 

Geschichte der Prepper

Die Geschichte der Prepper geht auf kein historisches Ereignis an sich zurück. Die Prepper gehen ursprünglich als Krisenvorsorger aus der Zeit der Bürgerkriege im 19. Jahrhundert zurück, wo Nordstaaten gegen Südstaaten gekämpft haben und gerade in den Grenzgebieten, die umkämpft waren, wo die Bauern und die Bewohner sich wegen mangelnden und unzuverlässigen Lebensmittellieferungen Vorräte anlegen mussten, die über die üblichen Vorräte hinaus gingen. So wurde auch oft Literweise Petroleum, viele Kerzen, usw. bevorratet.

Diese besondere und ausgeprägte Vorsorge ist allerdings nach dem Krieg schnell wieder eingeschlafen.

Zum Ende des 18. Jahrhundert und gerade im 19. Jahrhundert, der Zeit der Petroleum-Industrie und der wachsenden Produktionsindustrie, wurde die USA durch Pioniere, wie Edison, Rockefeller, Ford, usw. zu einer Weltmacht, politisch, als auch wirtschaftlich. Das waren die fetten Jahre über den 1. Weltkrieg hinaus zum großen Börsencrash der zwanziger im 20. Jahrhundert. Bis dahin machten sich nur sehr wenige Menschen Gedanken um eine Krise, viele dachten, dass die USA niemals eine Krise treffen könnte.

Dann kam der große Börsencrash am 24. Oktober 1929, auch der schwarze Donnerstag genannt. Die Börse brach ein und viele Firmen und Banken gingen pleite. Millionen Arbeitslose weltweit machten den Bürgern weltweit Angst. Eine Krise, mit der Niemand gerechnet hatte. Die Währungen verfielen; die Inflation stieg ins unendliche; Viele Güter waren nicht mehr bezahlbar oder auch zu bekommen, weil die herstellenden Firmen pleite gingen. Dies war der Zeitpunkt, wo die Menschheit als Ganzes eine Krise erlebt hatte, die die ganze Welt betraf und kein direktes Feindbild hatte. Viele Bürger gerade in den USA haben daraus heraus angefangen Vorräte anzulegen und sich versucht krisensicher zu machen. Viele wollten diese Ohnmacht und Verlust ihren persönlich, errungenen, teilweise sehr guten Lebensstandard nicht mehr nehmen lassen. Nicht nur Lebensmittel wurden bevorratet, sondern auch Treibstoffe, Lampen, Kerzen, Wasser, Decken, Kleidung, Schuhe, usw.

Der 2. Weltkrieg wurde im Gegensatz zum 1. Weltkrieg für die USA wesentlich ernster und aufwändiger. Die Medien wuchsen und die Angst in Europa wurde teilweise in die USA übertragen, wie. z.B. die Unterwanderung von Nazis in den USA oder auch den Kommunisten. Auch in dieser Zeit wurde die Vorsorge immer wichtiger. Man sah, dass es keine Garantie auf Wohlstand und Frieden auf der Welt geben kann.

Nach dem 2. Weltkrieg kam dann der Kalte Krieg mit dem Klassenfeind der Sowjetunion. In dieser Zeit spielten die zerstörerischen Atomraketen eine große Rolle. Die Angst vor totaler Vernichtung war sehr groß. Zur Krisenvorsorge kam dann die Waffen und der Atomschutzbunker (Shelter) fürs eigene Heim hinzu und spielte eine große Rolle in der Krisenvorsorge. „Vorbereitung ist Alles.“ Oder „Vorbereitet sein heißt sicher sein.“ Es gab viele Sprüche in dem Bereich, die Vorsorger in Krisenzeiten fanden und aussprachen. So prägte sich der Begriff Prepper langsam ein.

Nach dem Fall der Mauer und dem Zerfall der Sowjetunion kamen islamistische und neonazistische Anschläge, die die Bürger erneut verängstigte und seinen Höhepunkt bei den Anschlägen, am 11.9.2001, auf die Twin Towers in New York City] und dem Pentagon in Washington DC fand. Der Begriff Prepper wurde zum Begriff der Bevölkerung in den USA zu handeln, weil viele sahen, dass selbst die große Weltmacht USA nicht diese Anschläge verhindern konnte.

Dann, 2007 die große Wirtschaftskrise. Spätestens hier war und ist der Begriff Prepper in aller Munde. Medien berichten über die Vorsorge in den USA. Viele Bürger rüsten sich stark mit Waffen und Vorsorgeausrüstungen, Lebensmittel, usw. aus. Dies war dann auch die Zeit, wo der Begriff vermehrt in Europa auftauchte und sich auch hier immer mehr Menschen sich damit beschäftigten. Klar gab es vorher schon die Krisenvorsorge. Aber mit dem Prepper ging man auch gedanklich viel weiter und machte sich, um das was nach einer Krise ist, Gedanken.

 

Prepper Fähigkeiten

Der Prepper bildet sich auch in verschiedenen Bereichen aus und spezialisiert sich in diesen. Der Prepper eignet sich Fähigkeiten im Laufe der Zeit an, wo er seine Vorsorge betreibt und sich mit den verschiedensten möglichen Gefahrensituationen wie Wirbelstürme, Überflutung, Erdbeben, Wirtschaftszusammenbruch, Kriege, usw. sowie den Gegebenheiten in seinem Umfeld beschäftigt.

So sind in folgenden Bereichen die meisten Kenntnisse und Erfahrungen zu finden:

Nahrungsmittelbeschaffung mit den Themen Haltbarkeit, Verwertung und Zubereitung

Wasseraufbereitung und Wasserförderung (Outdoorwasserfilter, usw.)

– Taktisches Planen und Handeln (z.B. Fluchtmöglichkeiten und Selbstverteidigung)

– Handwerkliche Fähigkeiten, wie in Holz- und Metallbau.

– Den Bau von Unterkünften wie Hütten, Unterstände, Bunkern, usw.

– Erste-Hilfe bis hin zur professionellen medizinischen Versorgung stationär als auch auf dem Feld

– Selbstverteidigung

– Jagd- und Anglerfähigkeiten

Feuer machen

 

Prepper und die Gesellschaft

In der heutigen globalisierten Welt, mit einer schneller wachsenden Bevölkerung und immer mehr Konflikten, bereiten sich immer mehr Menschen auf Naturkatastrophen, industrielle Katastrophen, Kriege, eventuelle Wirtschaftszusammenbrüche, usw. vor.

Vor einigen Jahren war das Phänomen Prepper unbekannt und von den meisten aus Angst oder aus Unverständnis als Spinnerei abgetan. Doch in den letzten Jahren und nicht zuletzt durch die Wirtschaftskrise in Europa, ist das Thema Prepper immer mehr ins öffentliche Licht gekommen. Immer mehr Menschen aus allen sozialen Schichten beschäftigen sich mit der Frage bzw. Fragen, ob man geschützt ist und wie man sich selber und seine Familie vor Katastrophen und Konflikten schützen kann. Was vorher als Krisenvorsorge bekannt war, wird immer mehr unter dem Begriff Prepper weitergeführt. Als Beispiel nehmen sehr viele Menschen die USA und die dort lebenden Prepper.

Der Prepper ist an sich ein fürsorglicher und weit denkender Mensch, der sich um die Sicherheit seiner Familie sorgt.

In dem heutigen Hilfeleistungssystem der Bundesrepublik Deutschland ist der Prepper / Krisenvorsorger kein Gegner, sondern von der Bundesregierung gewollter und erfahrener Partner. Denn die Bundesregierung informiert uns Bürger über das BBK Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dass wir selber Vorsorge betreiben müssen. Hierzu bietet das Bundesamt verschiedenste Informationen an. Bekanntestes Beispiel ist der Fluchtrucksack.

Quelle: prepper-gemeinschaft.de

 

Fazit

Unsere Aufgabe ist es Interessierten, Krisenvorsorgern eine Informations- und Austauschplattform zu geben und entsprechend auf unterschiedliche Situationen, die z.B. durch Katastrophen entstehen, vorzubereiten. Unsere Vision ist es so viele Menschen, die an unseren Themen interessiert sind, aufzuklären, zu informieren und vorzubereiten

 


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