Ein Thema was outbag am Herzen liegt und laut einer Eurobarometer-Umfrage empfinden mehr als 90 Prozent der Europäer genauso, die biologische Vielfalt zu erhalten. Der Mensch braucht sauberes Trinkwasser, reine Luft, gesunde Nahrung, gutes Klima und eine lebenswerte Umwelt.

Was kann man tun?

Tipp 1: Legen Sie Hecken an

Pflegeleichte Naturgärten mit heimischen Sträuchern fördern die Artenvielfalt

Eingriffliger Weißdorn - Foto: Helge May

Eingriffliger Weißdorn – Foto: Helge May

Hecken sind nicht nur eine ästhetische Bereicherung der Landschaft, sondern haben auch eine hohe Bedeutung im Haushalt der Natur: Im Schutz einer Hecke bildet sich im Garten ein günstiges Kleinklima, Hecken filtern Staub, Schmutz und schädliche Abgase, und wirken lärmdämpfend. So bieten sie in dicht besiedelten Gebieten einen Schutz vor negativen Umwelteinflüssen und gleichzeitig einen Lebensraum für zahlreiche Tiere.

 

Tipp 2: Kaufen Sie Bio-Fisch

Das ist nicht nur gut für Ihre Gesundheit sondern trägt zum Schutz der Meere bei

Der Fischbestand der Meere schrumpft rapide, deshalb setzt die Industrie auf massenhafte Fischzucht. Jedoch rettet dies keineswegs die bedrohten Wildfischbestände: fast alle Zuchtfische werden mit Fischmehl gefüttert. Ein Kilo Lachs für den Verkauf verbraucht fünf Kilo Futterfisch. Die Ausnahme sind Farmen, die nach ökologischen Kriterien wirtschaften. Fisch aus Bio-Zucht hat mehr Platz, sich zu bewegen, bildet festeres Fleisch aus und ist nicht mit Antibiotika angereichert.

 

Tipp 3: Schutz für Hautflügler

Bauen Sie Nisthilfen für Bienen, Wespen und Hornissen

Gehörnte Mauerbiene an Nistholz - Foto: Helge May

Gehörnte Mauerbiene an Nistholz – Foto: Helge May

Wildbienen und Wespen bilden keine Staaten und benötigen Hohlräume in Holz, Stängeln oder Steinen, um darin Brutkammern anzulegen. Wer den Insekten hilft, muss keine Stechattacken befürchten. Die Tiere sind harmlos und friedlich. Im Gegenteil: In Ruhe kann man das Treiben beobachten, wenn Bienen Baumaterial und Nahrung zu ihrer Brutröhre eintragen. Reizvoll ist ein Beobachtungskasten, in dem man das Brutgeschäft der Insekten verfolgen kann.

 

Tipp 4: Pflücken verboten?

Tipps zum Umgang mit wild wachsenden Blumen, Pilzen und Beeren

Brombeeren - Foto: Helge May

Brombeeren – Foto: Helge May

Im Prinzip ist das Pflücken von Wildblumen und die Entnahme von Zweigen, Beeren oder Pilzen erlaubt, aber nur in kleinen Mengen. Das gilt auch für Bärlauch, der in der Frühjahrsküche immer beliebter wird. Bei gefährdeten Arten heißt es jedoch generell: Finger weg! Sehr streng und damit einfacher ist es in Naturschutzgebieten und Nationalparks. Hier dürfen Flächen abseits der Wege ohnehin nicht betreten werden und es gilt überall ein generelles Pflückverbot.

 

Tipp 5: Kaufen Sie ökologische Lebensmittel

Naturverträgliche Ackerbau fördert die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft

Erntefrische Streuobstäpfel - Foto: NABU/Bernd Schaller

Erntefrische Streuobstäpfel – Foto: NABU/Bernd Schaller

Bioläden galten als Nische für Alternative und Konsumverweigerer. Heute ist eine neue Verbrauchergeneration herangewachsen: Gesundheit ist trendy und umweltbewusst leben auch. Mit dem Kauf von Bioprodukten betreiben Sie gleichzeitig Naturschutz. Auf Bioäckern wachsen viele Ackerwildkraut-Arten, die sich positiv auf zahlreiche Tierarten auswirken. Im Grünland fördert der geringere Düngereinsatz die Artenvielfalt.

 

Tipp 6: Genießen Sie Saft von Streuobstwiesen

Der Streuobstbau ist bedeutend für Landschaftspflege und Naturschutz

Streuobstbau ist eine umweltverträgliche Form des Obstbaus. Die Bäume stehen häufig “verstreut” in der Landschaft. Heute stehen die besonders artenreichen Wiesen auf der roten Liste und gelten als “stark gefährdet”. Vor allem mangelnde Pflege und Ausweitung der Siedlungen bedrohen sie. Unterstützen Sie NABU-Aktive, Landwirte und Keltereien, die sich für die Pflege einsetzen, indem Sie sich die Streuobst-Produkte schmecken lassen!

 

Tipp 7: Aufpassen beim Holz-Kauf!

FSC-Holz garantiert nachhaltige und naturnahe Waldnutzung

Nach Schätzungen des WWF sind 60 bis 80 Prozent des weltweiten Holzeinschlags illegal. Es mangelt an Gesetzen und an deren Einhaltung. Wer hierzulande FSC-zertifiziertes Holz kauft, kann sicher sein: Die Gesetze des Herkunftslandes wurden eingehalten, das Holz stammt nicht aus Urwäldern und der zertifizierte Waldbetrieb verwirklicht die Weltstandards des FSC für eine naturnahe Waldwirtschaft.

Tipp 8: Gärtnern für Fledermäuse

Bieten Sie Fledermäusen mehr Nahrung im Garten und Platz zum Wohnen

Großes Mausohr - Foto: NABU/Christian Stein

Großes Mausohr – Foto: NABU/Christian Stein

Wer einen vielgestaltigen Garten hat, der hilft den kleinen Nachtschwärmern und wird viel Freude am abendlichen Beobachten haben. Das heißt: Artenreiche Wiese statt Einheitsrasen und heimische Sträucher statt Thujahecken. Optimal ist die Anlage eines Fledermausgartens oder eines Fledermausbeetes. Wer Wohnraum schaffen möchte, der kann mit Fledermausbrettern an Giebelwänden oder Fledermausnistkästen Gutes tun.

Quelle: Nabu

Kategorien: Allgemein

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