Dieser Tag stand unter dem Motto: “staubige Piste”. Es hieß nun, sich vom grünen und üppigen Norden zu verabschieden.Vorher brauchten wir jedoch  etwas Starthilfe weil die Batterie übernacht leer war. Die Lodge Mitarbeiter waren sehr hilfsbereit und so konnte es ohne große zeitliche Verspätung los gehen. Unsere nächste Station sollte Swakopmund sein. Eine kleine süße Hafenstadt an der Westküste von Afrika, direkt am Atlantik. Das interessante an dieser Stadt. Man kann hier alles in deutsch erledigen. Bäcker, Friseur und vieles andere aus dem Alltag. Warum? Namibia war deutsche Kolonie und noch viele Deutschsprachige leben hier in Swakopmund und auch die netten Nachbarn aus Holland sind hier gut vertreten. Das Zusammenleben der Schwarzen und Weißen funktioniert hier sehr gut im Land, owbohl Namibia eine zeitlang zu Südafrika gehörte und da bis heute noch keine Ruhe eingekehrt ist. Das Namibia so freundlich und offen ist hat mich sehr begeistert.

Der Weg nach Swakopmund sollte aber alles andere als einfach werden. Dafür sehr spannend. Für jemanden aus Deutschland ist so ein staubiger und menschenleeren Weg sehr unwirtlich und ungewohnt. Aber genau deswegen hat es uns so sehr gereizt, so eine Selbstfahrer Tour durch Namibia zu machen. Die nächsten ca. 400 Kilometer verliefen fast nahezu über Schotter, Sand und Buckelpiste. Manche Abschnitte waren einem Waschbrett gleich. Wir hatten manchmal das Gefühl das Amaturenbrett kommt uns gleich entgegen. Die Waschbrettpiste wurde von Wind und Wetter geformt. Da quer durch die Wüste wenig Verkehr ist, war es fast egal wie man fährt. So konnt man sich immer die beste Fahrbahnseite aussuchen. Sandpisten machten mir als Fahrer am meisten Spaß, obwohl nicht ganz ungefährlich. Aber da unser Wagen einen 4 Rad Antrieb hatte, meisterten wir jede Herausforderung, außer eine ziemlich amüsante. Dazu aber im Nächsten Teil mehr, wenn wir an der Küste sind.

Meine Frau wollte erst ein Auto nehmen ohne 4×4, ich hatte mich aber durchgesetzt und sagte: “wenn ich schon durch Afrika fahre doch nicht nur mit einem Polo”. Der wäre zwar enorm günstiger gewesen und über weite Strecken ausreichend, aber ich war streckenweise froh ein Auto mit mehr Bodenfreiheit und Leistung genommen zu haben. Damit waren auf jedenfall extra Touren auf Nebenstrecken möglich. Ehrlich gesagt würde ein Polo auf den Hauptstrecken reichen. Da die Straßen überraschend gut ausgebaut sind. Aber hier ging es ja auch um Abenteuer und mal runter fahren zu können vom üblich Weg. Vom Weg den jeder fährt.

Der Weg an die Küste also sehr spannend und ein wenig anstrenged. Die Klimaanlage im Wagen war goldwert. Trotz der Strapazen sahen wir eine atemraubende Landschaft, majestetische Bergketten und skurile Plätze. Am Ende des Tages waren wir froh in einem kuscheligen Bett zu liegen, der Schweizer Gastwirt ein Unikum….

 


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