Mit diesem Beitrag berichten wir über einen kleinen Survival Trip im Wald mit einer Übernachtung. Basti und mich kennt ihr schon aus anderen Beiträgen. Diesmal waren wir mal zusammen unterwegs und mit von der Partie war JP. Also drei Mann alleine im Wald mit einer Menge Ausrüstung, wie ihr unschwer auf den Bilder erkennen könnt. Die Rucksäcke waren bis zum Rand vollgestopft. Na ja, was man halt braucht für so eine Nacht im Wald. Das Interessante dabei: Wir drei hatten sehr unterschiedliche Ausrüstung dabei. Schon das Thema Schlafen wurde anders angegangen. Ich habe eine Hängematte ausprobiert, dazu später noch mehr. Basti sein Tarpe und JP klassisch, das Zelt. Was mich am Ende überrascht hat: keiner hat wesentlich besser geschlafen. Ich glaube das ist auch ein wenig Geschmackssache, welche Art von Nachtlager man wählt. Dazu muss man erzählen, das wir das vorher nicht abgesprochen hatten, wer wie schläft. Der überraschende Vergleich ging für uns Unendschieden aus.

Viele Kilometer sind wir nicht gelaufen. Das war auch gar nicht unser Ziel. Wir wollten einfach nur die Natur genießen und eine Nacht im Wald verbringen. Zuerst haben wir uns eine Stelle gesucht wo wir schlafen möchten. Da wir ein Zelt dabei hatten, war der Untergrund wichtig und eine relativ gerade Stelle notwendig. Mit der Hängematte hingegen brauchte ich einfach nur zwei Bäume, was im Wald recht einfach ist. Das Einrichten der Schlafstelle verlief ohne Komplikationen und schnell kam der Hunger durch. Also musste ein Feuer her. Beim Feuer machen mussten wir alle Survival Tricks anwenden, da es zwei Stunden vorher gut geregnet hatte und das Holz noch recht naß war. Außerdem wollten wir das Feuer nicht mit einem Feuerzeug anzünden. Der gute Magensium Feuerstab kam zum Einsatz und mit ein wenig Geschick, getrockneter Birkenrinde und etwas Geduld kam das kleine Feuer in Gang. Als Mahlzeit hatten wir Bratwürstchen und Brot dabei die wir über dem Feuer garten. Dazu gab es noch ein Rindersteak, das wir in einer Pfanne brutzeln ließen. Eins darf hier natürlich nicht fehlen: Das Bier!

Die schönen Gespräche, das Essen am Feuer und die herrliche Atmosphäre im Wald sind unbezahlbar. Währenddessen machte ich mir schon meine Gedanken über die Nacht. Wie wird es in eine Hängematte zu schlafen? Wie geht man mit den ganzen Geräuschen um? Schläft man im Zelt doch besser? All diese Fragen sollten sich klären.

Die Nacht brach über uns hinein. Es war ziemlich still. Da es Brunftzeit war, hörte man in einiger Entfernung einen Hirsch röhren. Das war ehrlich gesagt ein wenig beängstigend, aber zum Glück waren wir nicht auf seinem Territoritum und er blieb auf Distanz. Das Schlafen in der Hängematte verlief ohne große Zwischenfälle. Bis auf den Start. Da segelte ich gleich wieder raus, weil ich die Balance nicht halten konnte und zuviel Schwung hatte. Nach dem zweiten Anlauf dann lag ich relativ komfortabel. Aber mein Schlaf war nicht so tief, wie ich es erhofft hatte. Es sind gar nicht mal die wenigen Geräusche gewesen, wie das Wildschwein das durch unser Lager lief oder das Schnarchen von JP. Ich bin ein Viele-Seite- Schläfer. Das heißt ich drehe mich in der Nacht ziemlich häufig und das war in der Hängematte nicht ganz so einfach. Außerdem hatte ich sie nicht perfekt ausgerichtet und so ruschte ich immer ein wenig nach unten. Aber aus solchen Erfahrungen lernt. JP im Zelt erging es mit dem Rutschen ähnlich. Da er keine vollkommen gerade Fläche hatte rutschte er mit dem Schlafsack immer die Isomatte hinunter. Basti im Tarp hatte, obwohl der Natur am nächsten, wohl noch den besten Schlaf, aber er hatte ja schon üben können. Trotz der kleinen Erbsen unter der Matratze schliefen wir mitten in der Wildness recht gut. Ein Abenteuer, was man nicht so schnell vergißt.

Zum Frühstück kochte ich mir erstmal einen frischen Tee, über meinem Gaskocher. Das klappte wunderbar. Basti servierte uns Bohnen mit Speck. Das war auch die richtige Mahlzeit hier im Wald. Die Nacht war zwar nicht arg kalt, ca. 8° Celsius, aber das Essen wärmte wieder gut durch und gab Kraft für den Rückweg. Auf so einer Tour kann man sehr gut sein Equipment testen und auch mal benutzen. Mein Survival Rucksack steht sonst als Notfallrucksack immer griffbereit im Flur. Ja, und dann ging es leider wieder heimwärts…..

 

 

 


2 Kommentare

Daniel Bulla · 2017-10-15 um 19:15

Danke, dass ihr uns an eurem Abenteuer habt teilhaben lassen. 😀 … Muss ich irgendwann auch mal ausprobieren, sowas.

der.baschdi · 2017-10-15 um 1:10

Es war ein sehr entspannter und toller Abend. Hat mir echt Spaß gemacht. Ich denke es gibt noch so das eine oder ander gemeinsame Abenteuer ?

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