Hi liebe Abenteurer, Naturliebhaber und Wanderer.

Ich möchte euch ein kleinen Einblick verschaffen über meine Wanderung auf die Zugspitze, auf Deutschlands größten Berg Deutschlands.

Geplant waren 3 Tage mit An- und Abreise von Hannover zum Eibsee, incl. kompletter Aufstieg auf die Zugspitze. Heißt im übertragenen Sinne in Zahlen : ca. 2000 Höhenmeter Aufstieg, 24 km Wanderung und Fahrzeit von min. 13 Stunden. In so kurzer Zeit hart, kräftezehrend durch schlagartiges Wechseln des Wetters, aber machbar und jede Minute wert. Ein Blick auf die Fotos und ihr wisst, was ich meine.

Jetzt stellt sich die Frage was für Ausstattung und Lebensmitteln werden benötigt, Um die Wanderung mit allen Kräften zu überstehen ? Den Wanderrucksack so zu packen, das man nicht Zuviel mit hat ?

Welche Kleidung ist die beste ? Brauch ich noch Müsliriegel ?  Diese Fragen stellt man sich unter anderem bevor man wirklich auf Tour geht.

Aber was ein wirklich auszeichnet ist das DURCHHALTEVERMÖGEN.

 

Tag 1 vom Eibsee zur Wiener Neustätter Hütte

Freitag : Bewölkt und teilweise regnerisch

Wir starteten am 11. August um 3:30 Uhr morgens in Hannover.  Die aktuelle Wettersituation mit Dauerregen während der Fahrzeit, gab uns leider im ersten Moment leider kein positiven Lichtblick. Leider war die Voraussage für Freitag und Samstag  auch nicht besonders gut. Wir überlegten die Pläne zu ändern, ziehten es aber am Ende  innerlich mit dem Slogan  : “Yes, we can” gemeinsam beschlossen durch.

Et voilà… angekommen und der Regen war ade. Noch etwas kühl und bewölkt, aber perfektes Wetter um zu starten und sich warm zu laufen. Gegen 11:30 Uhr sind wir dann gestartet auf 973 Höhenmeter am Eibsee. Die ersten Kilometer hatten wir einen Anstieg von leicht zu schwer. Wir sind immer den Schildern nach in grobe Richtung der Wiener Neustätter Hütte. Wir liefen also und liefen und gefühlt waren wir schon 10 km unterwegs und wunderten uns das wir bei der Zwischenstation nicht ankammen. Ein Glück hatte das Wetter mitgespielt.

Zur Info für euch: Ja, wir sind ein KLEINEN Umweg gelaufen. ?? Die Beschilderung die wir lauften passte soweit, nur handelte es sich dabei um den Fahrradweg. Wir hatten uns schon gewundert, warum kein großer Anstieg war. Trotz alledem haben wir den Fokus nicht verloren.

Kurz vor dem ersten Zwischenstopp an der Hochthörlehütte. Kam leider ein schöner Regenguss runter, aber wir hatten das Glück jetzt unterm Dach uns kurz zu entspannen, was zu essen und zu trinken. Sowie Klamotten trocknen lassen.

Nach 30 Min. starteten wir in die zweite Runde. Der Regen hat langsam nachgelassen und wir wanderten nun über kleine verwilderte romantische Wege zum eigentlichen Wanderweg zurück. Der Regen fing leider wieder an, aber das stellte für uns kein Problem dar. Wir wechselten zur passenden Kleidung und ziehten gemeinsam am einem Strang. Egal was das Wetter uns bot, wir zogen weiter.

Kurze Pause : Genießen, Hören und Beobachten.

Der Regen hörte nicht auf, wir standen nun wortwörtlich im Regen.

Pausieren um das Herz seine Leistungsfähigkeit wieder zu geben und nach Luft zu schnappen. Das klingt zwar jetzt ziemlich Crazy, aber wir drei standen jetzt im Wald. Das Gebirgswand geradezu vor uns und hörten die unterschiedlichen Klänge des Regens die auf dem Boden fielen. Wie eine Melodie, die gerade jetzt für dich jemand spielt. Wenn ihr in so einem Moment seid, nimmt euch Zeit und nimmt es wahr. Es ist echt unglaublich. Okay mein Hose war plitsch nass …….aber egal. Nur die Harten kommen in Garten.

Also weiter ging der Fußmarsch. Wir überquerten die Baumgrenze und waren im puren Gestein. Jetzt ging es aufwärts……yeeeeessss. Ich liebe diese Herausforderungen, aber man sollte da auch umso mehr vorsichtig sein. Jetzt war teilweise krabbeln, gut festhalten und wandern angesagt. Jeder der diese Tour das Erste Mal macht, sollte mit Vernunft rangehen und Bedacht sein, seine Schritte mit Vorsicht zu genießen . Da man teilweise auch nur an der Gebirgswand entlang geht. Runterschauen ist hier verboten ?. Nach dem harten Aufstieg sind wir dann nach insgesamt 6 Stunden und 17 Min. Bei der Wiener Neustätter Hütte angekommen bei 5 Grad auf 2248 hm. Jetzt war nur noch Essen, Schlafen gehen angesagt.

 

Tag 2 Wiener Neustätter Hütte – Zugspitze – Wiener Neustätter Hütte

Samstag : Bewölkt und teilweise regnerisch

Aufstehen. Passende Klamotten rausgesucht. Gut gestärkt sind wir in Richtung Zugspitze gestartet. Bei dieser Strecke die von der Wiener Neustätter Hütte auf zur Zugspitze führt. Wäre es sinnvoll ein Klettersteigset anzulegen. Die Strecke setzte nämlich voraus zu klettern, auf allen vieren zu gehen und sich teilweise gut festzuhalten.

Leider war das Wetter an diesem Augustwochenende nicht so gut. Der Weg war sehr rutschig. Die Kälte nahm zu, aufgrund der steigenden Höhe. Sodass wir auf 2700 hm komplett Schnee hatten. Da wir uns vorgenommen hatten den Weg wieder runter zu gehen zur Hütte, beschlossen wir einstimmig auf den 2700 hm wieder umzudrehen. Mehrere Gründe waren die Folge. Wie erhöhte Rutschgefahr und Witterungsbedingungen, die nicht die besten Bedingungen schafften.

Also es ging abwärts, leider schwerer als eigentlich gedacht. Ich muss ehrlich gestehen, ich war richtig nervös und ängstlich. Da die Strecke runter, wirklich jeder Schritt bei rutschigen Untergrund sitzen muss. Ich bin auf teilweise auf allen vieren runter. Mein Klettersteigset habe ich an notwendigen Stellen immer eingesetzt. Sämtliche Bergsteiger kamen uns entgegen, denen wir die aktuelle Situation des Aufstiegs erzählten.

Eine Situation hat mich wirklich skeptisch gemacht, eine Gruppe von Männern, die auf die Zugspitze wollten. Sind mit Freizeitschuhen da hoch. Bitte und nochmal Bitte nehmt Trekkingschuhe oder Alpinschuhe. Ihr macht euch keine Freude wenn ihr am Ende mit Verletzungen oder sogar mit schlimmeren Verhältnisse bezahlen müsst.

Unten an der Hütte wieder angekommen, erstmal eine warme Speise zu sich genommen und aufgrund der hohen Konzentration und Anstregung, drei Stunden vorerst geschlafen. Ich war richtig fertig.

Nach dem Quick Nap gab es Abendbrot vom Hüttenwirt. Gemeinsam den Abend noch ausklingen lassen.

Tag 3 Wiener Neustätter Hütte – Eibsee

Sonntag : Wolkig bis Sonnig

Auf in Runde 3. Fertig mit den Frühstück, Haben wir alles wieder eingepackt. Die Abreise war geplant. Der Ausblick war phänomenal. Die Wetterverhältnisse waren der Hammer. Ich hab so oft, die Kamera oder mein Phone geschnappt um Fotos zu machen. Sodass ich jedesmal die anderen wieder aufholen musste oder sie auf mich warten mussten. Sorry, aber Natur begeistert und das muss man einfach festhalten. ? Vorallem bei diesen Naturgewalten.

Nach 2,5 Stunden und fast 10 km sind wir unten angekommen. Jetzt war nur noch genießen angesagt. Den Ausblick auf die Zugspitze haben wir genossen. Als auch die gemütliche Pause am Eibsee. Nach der Pause ging es zum Auto, umgezogen und back to my Home. Ohne Stau, bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen sind wir dann am späten Abend in Hannover wieder angekommen.

Ihr wollt auch diese Tour durchziehen ?

– Ausreichend Energieriegel mitnehmen, sowie Obst wie Äpfel und Bananen.

Ihr verbrennt viel Kalorien.

Ausrüstung : Trekkingschuhe mit guten Profil, Wanderrucksack (Größe je nach Länge der Wanderung), Regenausrüstung und Wanderstöcke.

Am wichtigsten : Spaß und Freude sowie Durchhaltevermögen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


2 Kommentare

Daniel Bulla · 2017-10-10 um 20:05

Wow, die Bilder sind echt der Wahnsinn! :-O

Uli · 2017-10-09 um 20:40

cooler Bericht und sehr schöne Bilder

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