Wie schon angekündigt, haben wir uns den Heidschnuckenweg vorgenommen. Jedenfalls ein Teilstück bei Hermannsburg. Die ganze Strecke von Celle bis nach Hamburg über 223 km wären auch eine tolle Wanderung . Diese würde dann ein paar Tage dauern und Übernachtungen erfordern. Das kommt dann wenn der Kleine etwas größer ist.

Die Wanderung wurde geführt von einem freundlichen älteren Herren vom TUS Hermannsburg- Bergen. Dies war ein Angebot vom diesjährigen Aktionstag am Heidschnuckenweg (im früheren Blog angekündigt). Der Verein bietet das Jahr über mehrere Wanderungen ( 4- Jahreszeiten -Wanderungen, d.h. im Januar, April, August und November, über 4, 8, 10 und 12 km) und das kostenfrei, auch für diejenigen die nicht im Verein sind. Wer also Lust hat auf eine historische Wanderung mit vielen Geschichten, kann sich gerne an die TUS wenden. Unser Wanderführer hat uns mit sehr vielen interessanten Informationen entlag des Weges begleitet. Wir waren überrascht, was alles auf so an einer 11 km langen Strecke am Wegesrand passiert. Zum Beispiel sind wir durchs Tiefental gewandert. Hier wurden früher mehrtägige Messen abgehalten. Der Pastor (Pastor Harms 1808-1865) wollte das die Mitglieder seiner Kirche spüren, wie es sich anfühlt wenn man sehr arm ist. Ein Bild in der Galerie zeigt den Hang an dem der Pastor seine Predigt gehalten hat. Ein bisschen hat mich das an Jesus bei seiner Bergpredigt errinnert.

Unsere Wanderung durch die Heide war vom Zeitpunkt her ein wenig zu spät. Die Heide blühte zwar noch, aber nicht mehr in voller Pracht. Am Besten ist ein Besuch der Heide Ende August. Dann kann man das ganze lilane Farbenmeer bewundern und viele Bienen und Schmetterlinge entdecken. In unser Wandergruppe waren auch zwei Hunde, die sich super vertragen haben. Unser „Rentner“ Pe-Joe hat die komplete Strecke gut gemeistert. Auch der Kleine hat gut durchgehalten. Dieser Rundkurs eignet sich prima für die ganze Familie mit Kind und Kegel. Das Wetter hatte an diesen Tag auch super mitgespielt, obwohl der September bisher nicht so toll war. Aber wir waren froh, das uns die pralle Sonne nicht auf den Pelz gebrannt hat und wir eine Wanderwohlfühltemperatur von knapp 20° Celsius hatten.

Start und Ziel unser Wanderung war Parkplatz Misselhorner Heide- ein bekannter Anlaufpunkt für die Wanderung in der Heide. Von hier kann man auch Kutschfahrten machen. Wie ihr der Karte entnehmen könnt, ist die Heide an dieser Stelle gar nicht mehr so groß. Und sie schrumpft jedes Jahr mehr. Um das ein wenig zu verhindern werden regelmäßig Heidschnucken durch die Heide getrieben, damit die Flächen kurz gehalten werden. Die Heidschnucken fressen nämlich nicht die Heide selbst, dafür aber viele andere Pflanzen und jungen Bäume, die die Heide verdrängen. Da die Heide eine Kulturlandschaft ist wird das sogar vom Bund subventioniert. Aber der Wald breitet sich rasant aus. Die herrlich lila Flächen werden immer kleiner. Unser Wanderführer sagte das heute ca. 90% der ehemaligen Heide heute mit Wald bedeckt sind. Schade finden wir. Trotzdem ist die Wanderung durch die Heide ein Erlebnis.

 

 

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