Sie wachsen am Wegrand, unter Hecken oder auf Wiesen. Wer sie nicht kennt, würde diese Wildkräuter wahrscheinlich als Unkraut bezeichnen. Dabei handelt es sich bei Pflanzen wie Brunnenkresse, Gundermann oder Hirtentäschel um essbare Wildkräuter, die auch noch ziemlich gut schmecken. 

outbag stellt euch einige vor:

Gundermann

Früher setzte man diese Wildkräuter bei schlecht heilenden Wunden ein, heute ist Gundermann bei Pflanzenfreunden ein wahrer Leckerbissen: Man findet die Pflanze auf feuchten, humusreichen Böden, zum Beispiel unter Hecken oder Bäumen, manchmal sogar im Rasen. Man erkennt Gundermann an seinen vierkantigen, langen Stängeln, den herz- bis nierenförmigen Blättern und den blau-violetten Blüten. Und man isst die Blätter als Gemüse, als Quiche-Belag oder in Suppen. Der herb würzige Geschmack kann daneben auch in pikanten oder süßen Getränken eingesetzt werden.

Spitzwegerich

Spitzwegerich

Den Spitzwegerich findet man auf Wiesen, Weiden oder Wegrändern. Die krautige Pflanze ist bis zu 50 Zentimeter hoch, die lanzettichen, schmalen Blätter werden bis zu 25 Zentimeter lang. Wer sie probiert, schmeckt ein pilzartiges Aroma heraus. Spitzwegerich kann für Suppen, Salate oder als Gemüse eingesetzt werden. Der Saft der zerquetschten Blätter hilft gegen Juckreiz.

Glücksklee

Glücksklee

Der Klee stammt eigentlich aus Mexiko, ist aber auch in unseren Regionen verbreitet. Die drei- oder vierblättrigen Blätter haben häufig einen rotbraunen Farbton an der Basis. Der erfrischend säuerliche Geschmack würzt Salate oder Gemüse. Meistens reichen schon kleine Mengen dafür aus.

Brunnenkresse

Brunnenkresse

Brunnenkresse, auch Wasserkresse genannt, ist reich an Mineralstoffen, Beta-Carotin und Vitamin C. Dabei ist Kresse schon seit längerem in der Wissenschaft ein Thema: 50 Gramm Kresse am Tag sollen im Körper verstärkte Abwehrkräfte gegen Grippe produzieren. Häufig stecken in wilder Brunnenkresse Nitratrückstände. Wer die Kresse aber mit Vitamin-C-reichen Zitrusfrüchten oder Paprikaschoten kombiniert, verhindert, dass aus dem harmlosen Nitrat problematisches Nitrit wird. Echte Brunnenkresse findet man häufig an fließenden Gewässern in halbschattiger Lage.

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut ist etwa 15 Zentimeter hoch, hat gefiederte Blätter und gelbe Blüten. Die Blätter lassen sich am besten im Mai sammeln, um sie dann für Saucen oder Salate zu verwenden. Sie geben den Gerichten einen säuerlich herben Geschmack.

Hirtentäschel

Hirtentäschel

Sieht aus wie Löwenzahn, schmeckt wie Rucola: Das Hirtentäschel wird bis zu 50 Zentimeter hoch und blüht weiß. Man findet die Pflanze an sonnigen, stickstoffreichen Lehm-, Sand- oder Kiesböden. Und weil der Geschmack – wie gesagt – an Rucola erinnert, setzt man Hirtentäschel vor allem im Salat ein.

Löwenzahn

Löwenzahntee

Den Löwenzahn sammeln Sie – wie alle anderen Pflanzen auch – am besten auf ungedüngten Wiesen, die weiter von befahrenden Straßen entfernt liegen. Die beste Erntezeit für Löwenzahn ist von Mai bis Juni. Die Blätter schmecken leicht bitter und lassen sich perfekt zu einem Salat kombinieren, zum Beispiel zu unseren Löwenzahnsalat mit Ziegenkäsetalern. Man kann sie aber auch dünsten oder in Teig ausbacken. Besonders lecker sind auch unsere Süßkartoffelpuffer auf Löwenzahn. Die Blüten eignen sich als Dekoration, Sie können daraus aber auch Gelee, Sirup oder Honig herstellen. Den Blüten und Blättern des Löwenzahns werden blutreinigende und harntreibende Wirkungen zugeschrieben. Den weißen Milchsaft sollte man aber nicht verwenden: Er macht unangenehme Flecken auf der Kleidung.

Sauerampfer

Sauerampfer schmeckt, wie er heißt und wächst auf feuchten Wiesen. Sie erkennen Sauerampfer an den blattlosen Stängeln mit ihren rispenförmigen, kleinen roten Blüten. Sauerampfer lässt sich zum Beispiel zu Suppen oder zu Eintöpfen verarbeiten. Pflücken Sie am besten nur Pflanzen mit makellosen Blättern. Älteren, rostbraunen Sauerampfer mit löchrigen Blättern lassen Sie lieber stehen. Sie enthalten besonders viel Oxalsäure, die Magenempfindliche und Gichtkranke nicht gut vertragen.

 

Gänseblümchen

Die meisten Menschen kennen Gänseblümchen noch aus ihren Kindertagen. Stundenlang konnte man seine Zeit mit dem Pflücken der weiß-gelben Blüten verbringen. Aber man kann die Gänseblümchen auch essen. Okay, die Blüten der Gänseblümchen haben nun nicht das intensivste Aroma, aber man kann damit auch Gerichte optisch aufwerten.

Brennnessel

Die Ernte kostet am Anfang vielleicht ein bisschen Überwindung, schließlich brennt es, wenn man die Häarchen der Brennnessel berührt. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet beim Pflücken und bei der Verarbeitung am besten Handschuhe. Im Gericht überraschen die Blätter der Brennnessel dann aber mit einem nicht geahnten, zartwürzigen Geschmack, zum Beispiel in unserem Brennnessel-Hähnchen-Wraps. Daneben können Sie die Brennnessel natürlich auch zu einem Tee verarbeiten. Als Heilpflanze wird die Brennnessel übrigens seit Jahrhunderten gegen Harnwegsinfekte und Rheuma eingesetzt.

Giersch

Die meisten Menschen haben Giersch schon gesehen, auch wenn sie nicht unbedingt den Namen kennen. Die Pflanze mit ihren kantigen Stängeln und den dreiteiligen Blättern wächst vor allem in Gärten oder in Gebüschen und wird daher häufig nur abschätzig als Unkraut bezeichnet. Doch wer die Blätter der Pflanze einmal probiert, wird ein wunderbar frisches Aroma schmecken.

 

 


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