Es gibt unterschiedliche Methoden der Wasseraufbereitung. Wir stellen euch einige vor mal stellvertretend vor. Diese Möglichkeiten dienen nur zur Orientierung und stellen keine Empfehlung dar. Da je nach Situatuion und Verschmutzung des Wassers bestimmte Maßnahmen getroffen werden müssen.

 

Improvisierter Wasserfilter

Um Wasser genießbar zu machen könnte man sich zum Beispiel folgenden Filter selber bauen. Du benötigst:

  • Eine Plastikflasche (je größer desto besser)
  • 3 Stofffetzen
  • Ein wenig Sand
  • Kleine Kieselsteine
  • Holzkohle aus dem Lagerfeuer
  • Ein Stück einer Schnur
  • Ein Messer

Hier die recht einfache Bauanleitung.

1.) Wenn Ihr einen Wasserfilter selber bauen wollt, benötigt Ihr dafür als Erstes eine leere Plastikflasche. Nun nehmt Ihr das Messer und schneidet damit den Boden der Flasche ab. Den hebt Ihr Euch für später auf, das wird nämlich der Auffangbehälter für Euer filtriertes Wasser.

2.) Dann bohrt Ihr an gleicher Stelle mit der Messerspitze zwei Löcher in die Flasche. Diese dienen dazu, den Filter später aufhängen zu können.

3.) Als nächstes bohrt Ihr mit dem Messer ein kleines Loch in den Deckel der Flasche. Durch dieses wird später das filtrierte Wasser austreten. Bei Bedarf (z. B. bei zu geringer Durchflussgeschwindigkeit) könnt Ihr dieses Loch später immer noch erweitern.

4.) Nun benötigt Ihr einen Stofffetzen. Wenn Ihr allein in der Wildnis unterwegs seid, könnt Ihr dazu Stoffstücke aus Eurer Kleidung reißen. Oder Ihr macht es wie wir und schneidet Euch dafür einfach drei Stücke aus einem Spültuch aus. Stopft den ersten Stofffetzen in den Flaschenhals.

5.) Jetzt benötigt Ihr die Holzkohle. Nehmt sie einfach aus Eurem erloschenen Lagerfeuer. Wenn Ihr allerdings nicht gerade auf einer einsamen Insel seid, könnt Ihr der Einfachheit halber natürlich auch Grillkohle aus dem Supermarkt verwenden. Die Kohle müsst Ihr nun ganz klein mahlen. Am besten eignet sich dafür ein herumliegender Stock oder das Griffende des Messers. Anschließend müsst Ihr das Kohlepulver in die Flasche füllen. Darauf legt Ihr wiederum einen Stofffetzen.

6.) Jetzt füllt Ihr den Sand in die Flasche. Nun legt Ihr den dritten Stofffetzen auf die Sandschicht.

7.) Es folgt eine Schicht Kieselsteine. Achtet darauf, dass die Kohle-, Sand- und Kieselschichten in etwa das gleiche Volumen haben.

8.) Jetzt könnt Ihr Euch um die Aufhängevorrichtung kümmern. Nehmt dazu das Stück Schnur und fädelt es durch die beiden Löcher, die Ihr vorhin in die Wasserflasche gebohrt habt. Macht an den Enden jeweils einen Knoten, sodass die Schnur fixiert ist und somit nicht mehr durch die Löcher rutschen kann.

Hinweis:

Wenn ihr euren Wasserfilter selber bauen wollt, muss Euch klar sein, dass dieser natürlich nicht dafür geeignet ist  Viren, Bakterien und Pestizide zu filtern.

 

Wasser abkochen

Das Wasser abzukochen ist die schnellste und zuverlässigste Möglichkeit das Wasser aufzubereiten. Hier werden auch Viren und Bakterien neutralisiert. Ab 70° ist man hier auf der sicheren Seite.

 

Industrieller Wasserfilter

Ein gekaufter Wasserfilter funtioniert im Prinzip wie der selbst gebaute. Auch hier der Nachteil: Viren und Bakterien sind weiterhin im Wasser vorhanden.

 

Wasserentkeimungstabletten

Durch eine für den Menschen ungiftige chemische Reaktion werden durch Wasserentkeimungstabletten Viren, Bakterien und oft auch Parasiten abgetötet, sodass Sie das Wasser ohne Bedenken zu sich nehmen können.

 

Wassereinkeimung durch die Sonne

Dies ist ein einfaches Verfahren, bei dem eine klare und saubere PET-Flasche mit vorher grob gefiltertem Schmutzwasser gefüllt und danach für mindestens 6 Stunden in die pralle Sonne gelegt wird.

Das UV-A Licht der Sonne und die Erwärmung des Wassers töten die meisten schädlichen Mikroorganismen im Wasser ab, es ist danach trinkbar. Ist es leicht bewölkt, wiederholt man das Verfahren am Folgetag. Die Methode funktioniert nur bis zu einer Flaschengröße von 3 Litern.

Alle (ungefärbten) durchsichtigen PET-Flaschen sind geeignet es wird kein Strom benötigt einfach Flasche in die Sonne legen und warten.


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar